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Paul Pogba bricht in Tränen aus - Neustart in Monaco

May 24, 2026  Twila Rosenbaum  7 views
Paul Pogba bricht in Tränen aus - Neustart in Monaco

Ein emotionaler Moment für die Fußballwelt

Paul Pogba ist zurück. Der französische Weltmeister von 2018 hat am Samstag, den 29. Juni 2025, einen Zweijahresvertrag bei der AS Monaco unterschrieben. Damit endet eine fast zweijährige Leidenszeit für den 32-Jährigen, die von einer Dopingsperre und einer langen Suche nach einem neuen Verein geprägt war. Besonders bewegend: Als Pogba seine Unterschrift unter den Vertrag setzte, brach er in Tränen aus. Die Kameras des Vereins hielten diesen intimen Moment fest.

Der Club postete das Video auf seinen Social-Media-Kanälen. Darin ist zu sehen, wie Pogba nach der Unterzeichnung von seinen Emotionen überwältigt wird. Ein Verantwortlicher tröstet ihn und sagt: „Nimm dir Zeit, wir danken dir. Es ist ein spezieller Moment für dich und auch für uns. Du bist am richtigen Ort, jetzt schauen wir nach vorne.“ Pogba antwortet mit bewegter Stimme: „Danke für das Vertrauen.“ Es ist ein Bild, das um die Welt ging und die Herzen vieler Fußballfans berührte.

Der lange Weg zurück – Pogbas Dopingsperre

Der letzte Pflichtspieleinsatz von Paul Pogba liegt fast zwei Jahre zurück. Am 20. September 2023 lief er für Juventus Turin in der Serie A gegen Udinese Calcio auf. Nach dieser Partie wurde er einer Dopingkontrolle unterzogen. Der Test schlug an: In Pogbas Probe wurde DHEA (Dehydroepiandrosteron) nachgewiesen, eine Substanz, die die Testosteronproduktion steigert. Die italienische Anti-Doping-Agentur leitete ein Verfahren ein.

Im Dezember 2023 wurde Pogba vorläufig suspendiert. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) forderte eine vierjährige Sperre. Der Mittelfeldspieler beteuerte stets seine Unschuld und argumentierte, dass er die Substanz unwissentlich eingenommen habe. Der Fall zog sich über Monate hin. Im Oktober 2024 reduzierte das Sportgericht den Bann auf 18 Monate, rückwirkend zum 11. September 2023. Damit wäre Pogba theoretisch ab März 2025 wieder spielberechtigt gewesen.

Doch die Rückkehr gestaltete sich schwierig. Juventus Turin löste seinen Vertrag im November 2024 auf. Pogba war vereinslos und trainierte individuell, um sich fit zu halten. Zahlreiche Gerüchte rankten sich um seine Zukunft – von einer Rückkehr zu Manchester United bis zu einem Wechsel in die USA oder nach Saudi-Arabien. Doch Pogba wollte unbedingt in Europa bleiben, vorzugsweise in Frankreich, seiner Heimat.

Die Karriere eines Ausnahmetalents

Paul Pogba wurde am 15. März 1993 in Lagny-sur-Marne geboren. Seine fußballerische Ausbildung begann er beim US Torcy, bevor er 2009 in die Jugendakademie von Manchester United wechselte. Schon früh galt er als eines der größten Talente seines Jahrgangs. 2012 zog es ihn ablösefrei zu Juventus Turin, wo er unter Antonio Conte und später Massimiliano Allegri zu einem der besten Mittelfeldspieler der Welt reifte.

In vier Jahren bei Juve gewann er vier Meisterschaften, zwei Pokale und erreichte 2015 das Champions-League-Finale. 2016 kehrte er für eine damalige Weltrekordablöse von 105 Millionen Euro zu Manchester United zurück. Bei den Red Devils gewann er 2017 den Europa League-Titel und den Ligapokal. Höhepunkt seiner Karriere war jedoch der Gewinn der Weltmeisterschaft 2018 mit der französischen Nationalmannschaft. Pogba spielte ein starkes Turnier und erzielte im Finale gegen Kroatien ein Traumtor zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung.

Doch die zweite Amtszeit bei United war von Verletzungen und wechselhaften Leistungen geprägt. 2022 kehrte er erneut ablösefrei zu Juventus zurück, doch auch dort konnte er nicht an alte Erfolge anknüpfen. Immer wieder warfen ihn Muskelverletzungen zurück. Der Dopingfall setzte dem Ganzen die Krone auf.

Warum Monaco?

Die AS Monaco ist für Pogba die logische Wahl. Der Verein aus dem Fürstentum gilt als Sprungbrett für Talente, aber auch als Ort der Läuterung für gestrahlte Stars. In den letzten Jahren haben sie Spieler wie Wissam Ben Yedder, Aleksandr Golovin oder Youssouf Fofana zu starken Leistungen geführt. Monaco spielt zudem in der Ligue 1, einer Liga, die Pogba aus seiner Zeit bei den Junioren und aus unzähligen Nationalmannschaftseinsätzen kennt.

Der Club hat sich in den letzten Jahren als ambitionierter Erstligist etabliert. In der Saison 2024/25 belegte Monaco den vierten Platz in der Ligue 1 und qualifizierte sich für die Europa League. Das Team von Trainer Adi Hütter setzt auf offensiven Fußball und schnelle Umschaltmomente – ein System, das Pogbas Stärken entgegenkommen könnte. Zudem ist das Umfeld in Monaco ruhiger und weniger hektisch als in Manchester oder Turin, was dem erfahrenen Profi nach den turbulenten letzten Jahren guttun dürfte.

Die Reaktionen und die Zukunft

Die Verpflichtung von Paul Pogba wurde in Frankreich und international enthusiastisch aufgenommen. Die sozialen Medien des Vereins überschlugen sich mit Kommentaren. Der Franzose selbst zeigte sich in ersten Statements überglücklich: „Ich bin bereit für dieses neue Abenteuer. Ich möchte dem Verein und den Fans etwas zurückgeben.“

Pogba wird voraussichtlich ab Juli 2025 wieder mit der Mannschaft trainieren. Aufgrund seiner langen Wettkampfpause wird er aber wohl einige Wochen brauchen, um auf das Niveau der Mannschaft zu kommen. Erfahrungsgemäß ist Pogba ein Spieler, der Rhythmus und Vertrauen braucht. Die medizinische Abteilung von Monaco wird ihn behutsam aufbauen.

Für die Ligue 1 bedeutet die Rückkehr von Pogba einen enormen Zugewinn an internationaler Aufmerksamkeit. Der Franzose ist immer noch einer der bekanntesten Fußballer der Welt. Sein Marktwert mag gesunken sein, aber sein Talent und seine Klasse sind unbestritten. Wenn Pogba an seine alte Form anknüpfen kann, wird Monaco einen echten Leader im Mittelfeld haben – einen, der Tore vorbereiten, selbst treffen und das Spiel lesen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Pogba ist immer noch Nationalspieler. Trainer Didier Deschamps hat ihm trotz der Sperre die Treue gehalten. Sollte Pogba in Monaco regelmäßig spielen und Leistung zeigen, könnte er sogar noch für die Europameisterschaft 2028 oder die Weltmeisterschaft 2026 ein Thema sein. Der 32-Jährige hat noch viel vor.

Ein Blick auf die Zahlen

Der Vertrag bei Monaco läuft bis Sommer 2027 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Pogba erhält dem Vernehmen nach ein leistungsbezogenes Gehalt, das sich an Einsätzen und Erfolgen orientiert. Ablösefrei war der Transfer, da Pogba keinen Vertrag mehr bei Juventus besaß. Für Monaco ist das ein kalkuliertes Risiko, das sich bei einem erfolgreichen Comeback auszahlen könnte.

Pogba bringt in seiner Karriere beeindruckende Statistiken mit: In 233 Spielen für Manchester United erzielte er 39 Tore und 51 Vorlagen. Für Juventus kam er in 190 Spielen auf 34 Tore und 38 Vorlagen. In der französischen Nationalmannschaft absolvierte er 91 Spiele und traf 11 Mal. Diese Zahlen zeigen, dass er auf höchstem Niveau liefern kann, wenn er gesund und fokussiert ist.

Doch die Frage bleibt: Kann Pogba nach all den Rückschlägen wieder an die Spitze zurückkehren? Die emotionale Reaktion bei der Vertragsunterzeichnung deutet darauf hin, dass es ihm enorm wichtig ist. Der Wille ist da. Das Talent auch. Jetzt müssen Körper und Geist mitspielen. Monaco gibt ihm die Bühne, die er braucht.

Die Fans des Vereins fiebern bereits dem ersten Einsatz entgegen. Das Stadion Louis II. wird erbeben, wenn Paul Pogba zum ersten Mal das rote Trikot von Monaco überstreift. Es wäre ein Bild der Erlösung für einen Spieler, dem Fußball das Leben bedeutet. Die Tränen am Samstag waren nur der Anfang einer neuen Geschichte – einer Geschichte, die noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.


Source: Nau News


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