Seit Anfang des Jahres sind Kim Kardashian (45) und Lewis Hamilton (41) ein Paar – und ihre Romanze sorgt nicht nur in der Klatschpresse für Schlagzeilen. Denn die beiden Stars fliegen für ihre Dates offenbar ausgiebig mit dem Privatjet, und das hat enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Laut einem Bericht der britischen Zeitung The Sun belaufen sich die CO₂-Emissionen, die die Beziehung bisher verursacht hat, auf rund das 84-Fache dessen, was eine Durchschnittsperson in Großbritannien jährlich durch Flugreisen ausstößt. Konkret: 4,5 Tonnen pro Person – das Paar liegt bei etwa 378 Tonnen allein durch die gemeinsamen Flüge.
Die Chronologie der Privatjet-Flüge
Besonders spektakulär war ein 24-Stunden-Date im vergangenen Monat. Kim flog extra nach Großbritannien, um Lewis abzuholen, und flog mit ihm zurück in die USA. Der Luftfahrtexperte Jack Sweeney beziffert die Emissionen für diesen einzelnen Trip auf rund 100 Tonnen CO₂. Davor, gleich zu Beginn der Beziehung, flog Kim zu einem ersten Date – 50 Tonnen CO₂. Anschließend reiste das Paar gemeinsam nach Paris, was weitere vier Tonnen verursachte. Insgesamt summieren sich die Kosten für die Flüge laut der Zeitung auf etwa 115 Millionen Euro – eine Summe, die für Multimillionäre wie Kardashian und Hamilton zwar erschwinglich ist, aber die Umweltbilanz umso drastischer macht.
Die Flugbewegungen sind Teil eines Musters, das für die Superreichen typisch ist: Privatjets ermöglichen flexibles Reisen ohne Wartezeiten, Sicherheitskontrollen und mit maximalem Komfort. Allerdings verbrauchen sie pro Passagierkilometer deutlich mehr Treibstoff als Linienflüge. Ein Privatjet wie ein Bombardier Global 6000 oder ein Gulfstream G650, wie er häufig von Stars genutzt wird, stößt pro Stunde etwa 2,5 bis 4 Tonnen CO₂ aus – je nach Flugdauer und Beladung. Zum Vergleich: Ein normaler Linienflug von London nach New York verursacht pro Passagier etwa 0,7 Tonnen CO₂.
Lewis Hamilton: Vom Umweltaktivisten zum Vielflieger?
Besonders pikant ist die Geschichte, weil Lewis Hamilton eigentlich als Umweltaktivist bekannt ist. Der Formel-1-Weltmeister ernährt sich vegan, setzt sich für Nachhaltigkeit ein und hat sogar seinen eigenen Privatjet im Jahr 2019 verkauft – aus Überzeugung. Sein Freund und Ex-Formel-1-Fahrer David Coulthard verriet im Podcast „Up To Speed“, dass Hamilton damals gesagt habe: „Im Interesse des Planeten hat er ihn verkauft.“ Coulthard fügte hinzu: „Das bedeutet nicht, dass er nicht mehr privat fliegt, er hat nur nicht das schlechte Gewissen, einen eigenen zu besitzen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Klimakompensation ist.“
Damit trifft Coulthard den Kern des Widerspruchs: Hamilton fliegt weiterhin privat, aber nutzt gemietete oder geliehene Jets. Ob das tatsächlich umweltfreundlicher ist, bleibt fraglich. Denn die Emissionen sind dieselben, unabhängig davon, wem die Maschine gehört. Viele Umweltexperten kritisieren, dass der Verkauf des eigenen Jets eher eine symbolische Geste sei, ohne die tatsächlichen Fluggewohnheiten zu ändern. Hamilton selbst hat in Interviews betont, dass er versuche, CO₂-Kompensationsprogramme zu unterstützen, aber die Wirksamkeit solcher Maßnahmen ist umstritten.
Kim Kardashian: Keine Unbekannte in Sachen Privatjets
Kim Kardashian hingegen hat nie einen Hehl aus ihrer Vorliebe für Privatjets gemacht. Die Reality-Ikone und Unternehmerin ist bekannt für ihren luxuriösen Lebensstil. Ihre Familie, die Kardashians, nutzt regelmäßig Privatjets für Urlaube, Geschäftstermine und private Besuche. Kim besitzt eigenen Angaben zufolge keinen Jet, mietet aber häufig Maschinen. Bereits in der Vergangenheit wurde sie für ihre CO₂-Bilanz kritisiert, vor allem nach einem Instagram-Post, in dem sie ihren Familienurlaub auf einer Privatinsel zeigte, zu dem sie mit einem Jet geflogen war.
Die aktuelle Beziehung zu Hamilton scheint die Flugfrequenz noch zu erhöhen. Die beiden Stars leben auf verschiedenen Kontinenten: Kim in Los Angeles, Lewis in Monaco und Großbritannien. Daher sind Flüge für ihre Treffen unvermeidlich – aber die Wahl des Verkehrsmittels ist entscheidend. Ein kommerzieller Flug in der ersten Klasse wäre deutlich umweltfreundlicher, bietet aber weniger Privatsphäre und Flexibilität. Für Menschen in der Öffentlichkeit wie Kardashian und Hamilton, die ständig von Paparazzi verfolgt werden, ist ein Privatjet oft die einzige Möglichkeit, unerkannt zu reisen.
Die Debatte um CO₂-Emissionen der Superreichen
Die Diskussion um den CO₂-Fußabdruck von Prominenten ist nicht neu. Laut einer Studie der Oxfam und des Stockholm Environment Institute verursachen die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung etwa die Hälfte aller CO₂-Emissionen. Insbesondere die Superreichen, die Privatjets und Luxusyachten nutzen, tragen überproportional zur Klimakrise bei. Ein einzelner Flug von Kim Kardashian und Lewis Hamilton kann mehr Emissionen verursachen, als ein Mensch in einem Entwicklungsland in seinem gesamten Leben ausstößt.
Kritiker fordern daher strengere Regeln für Privatjets, etwa höhere Kerosinsteuern oder ein Verbot von Kurzstreckenflügen unter 500 Kilometern, wo es Bahnverbindungen gibt. In Frankreich wurde bereits ein Gesetz erlassen, das Privatjets besteuert, wenn sie für Strecken unter 1.000 Kilometern genutzt werden. Ähnliche Initiativen gibt es in den Niederlanden und Großbritannien. Doch bisher haben solche Maßnahmen kaum Auswirkungen auf das Verhalten der Milliardäre.
Die wirtschaftliche Seite: 115 Millionen Euro Flugkosten
Die 115 Millionen Euro, die laut The Sun für die Flüge ausgegeben wurden, sind eine beeindruckende Summe. Allerdings relativiert sich dieser Betrag, wenn man das Vermögen der beiden betrachtet. Kim Kardashian wird auf rund 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt (durch ihre Mode- und Beauty-Linien sowie TV-Auftritte). Lewis Hamilton verdient als Formel-1-Fahrer jährlich etwa 50 Millionen US-Dollar hinzu und hat ein geschätztes Vermögen von 300 Millionen Dollar. Die Flugkosten machen also nur einen Bruchteil ihres Einkommens aus. Dennoch zeigt die Summe, wie intensiv die Flugnutzung ist. Ein Privatjetflug von Los Angeles nach London kostet je nach Modell zwischen 150.000 und 300.000 Euro – bei wöchentlichen Flügen kommt schnell eine Million zusammen. Und wenn man die Crew, Wartung, Landegebühren und Treibstoff einrechnet, wird aus dem Luxus ein Milliardengeschäft für die Luftfahrtindustrie.
Die Reaktion der Öffentlichkeit
In den sozialen Medien wird das Paar heftig kritisiert. Viele Nutzer sehen einen Widerspruch zwischen Hamiltons Umweltengagement und seinen aktuellen Fluggewohnheiten. Andere verteidigen die beiden mit dem Argument, dass sie als öffentliche Personen kaum anders reisen könnten und dass die wirklichen Klimasünder die großen Ölkonzerne seien. Eine Umfrage des Magazins, das den Artikel ursprünglich veröffentlichte, ergab, dass 89 Prozent der Teilnehmer der Meinung sind, das Paar solle mehr auf die Umwelt achten, während elf Prozent die Flüge für unvermeidbar halten. Die emotionale Debatte zeigt, wie sehr das Thema die Menschen beschäftigt.
Kim Kardashian und Lewis Hamilton haben sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob sie ihre Reisegewohnheiten ändern werden. Möglicherweise könnten sie als Influencer dazu beitragen, nachhaltigeres Reisen zu fördern – etwa durch die Nutzung von CO₂-Kompensation oder die Wahl von modernen, treibstoffeffizienteren Flugzeugen. Aber solange die Beziehung anhält und die Distanz zwischen ihren Wohnorten groß ist, werden Privatjets wahrscheinlich weiterhin eine Rolle spielen.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie schwierig es ist, im Spannungsfeld zwischen Luxus, Prominenz und Umweltschutz die richtige Balance zu finden. Während die einen auf Verzicht pochen, sehen andere die Verantwortung eher bei der Politik und der Industrie. Fest steht: Der CO₂-Fußabdruck von Kim Kardashian und Lewis Hamilton ist gigantisch – und er wird genau beobachtet.
Source: Promiflash.de News